Entstehung von Open Access

Im Dezember 2001 entstand die Budapest Open Access Initiative (BOAI), ein Zusammenschluss verschiedener nationaler und internationaler Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Geistes- und Naturwissenschaften, mit der Forderung nach freiem unentgeltlichen Zugang zur wissenschaftlichen Fachzeitschriftenliteratur in allen akademischen Feldern.

Diese forderte im Jahr 2002:

Frei zug√§nglich im Internet sollte all jene Literatur sein, die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ohne Erwartung, hierf√ľr bezahlt zu werden, ver√∂ffentlichen.open-access.net

In der Erkl√§rung der Budapest Open Access Initiative (BOAI) wird f√ľr wissenschaftliche Literatur definiert:

"Open Access meint, dass diese Literatur kostenfrei und √∂ffentlich im Internet zug√§nglich sein sollte, so dass Interessierte die Volltexte lesen, herunterladen, kopieren, verteilen, drucken, in ihnen suchen, auf sie verweisen und sie auch sonst auf jede denkbare legale Weise benutzen k√∂nnen, ohne finanzielle, gesetzliche oder technische Barrieren jenseits von denen, die mit dem Internet-Zugang selbst verbunden sind. In allen Fragen des Wiederabdrucks und der Verteilung und in allen Fragen des Copyright √ľberhaupt sollte die einzige Einschr√§nkung darin bestehen, den jeweiligen Autorinnen und Autoren Kontrolle √ľber ihre Arbeit zu belassen und deren Recht zu sichern, dass ihre Arbeit angemessen anerkannt und zitiert wird." BOAI

Ende Oktober 2003 wurde im Rahmen der Konferenz Open Access to Knowledge in the Sciences and Humanities der Max-Planck-Gesellschaft die Berliner Erkl√§rung √ľber offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen (https://openaccess.mpg.de/Berliner-Erklaerung) von namhaften europ√§ischen und amerikanischen Forschungsorganisationen und Universit√§ten unterzeichnet. Die Unterzeichnenden verpflichten sich, die Weiterentwicklung des Open-Access-Gedankens zu unterst√ľtzen, indem sie z.B. Forscherinnen und Forscher darin best√§rken, ihre Ergebnisse Open Access zu ver√∂ffentlichen. Die Berliner Erkl√§rung fordert Verwendungsm√∂glichkeiten, die weit √ľber die rein entgeltfreie Nutzung und die Aussagen der Budapester Erkl√§rung und das Bethesda Statement hinausgehen. Open Access bedeutet f√ľr sie nicht nur die entgeltfreie Nutzung von Inhalten, sondern auch die Erlaubnis,

‚Äědiese (‚Ķ) ‚Äď in jedem beliebigen digitalen Medium und f√ľr jeden verantwortbaren Zweck ‚Äď zu kopieren, zu nutzen, zu verbreiten, zu √ľbertragen und √∂ffentlich wiederzugeben sowie Bearbeitungen davon zu erstellen und zu verbreiten, sofern die Urheberschaft korrekt angegeben wird‚Äú. open-access.net

Zudem erweitert sie auch den Objektbereich und versteht unter Open-Access-Materialen nicht mehr länger nur wissenschaftliche Texte:

‚ÄěOpen Access-Ver√∂ffentlichungen umfassen origin√§re wissenschaftliche Forschungsergebnisse ebenso wie Ursprungsdaten, Metadaten, Quellenmaterial, digitale Darstellungen von Bild- und Graphik-Material und wissenschaftliches Material in multimedialer Form‚Äú. open-access.net

‚ÄěDie Budapester Erkl√§rung wurde 2012 unter Beibehaltung ihres Bekenntnisses zum offenen Zugang zu wissenschaftlichen Informationen aktualisiert und formulierte Empfehlungen zur Umsetzung von Open Access vor allem bez√ľglich Leitlinien, Lizenzierungen, Open-Access-Infrastrukturen und -Angeboten sowie deren Nachhaltigkeit.‚Äú open-access.net