Biomassespezifische Eigenschaften

Für die Umrechnung zwischen den einzelnen Potenzialebenen (vgl. nachfolgende Inhalte) werden verschiedene Umrechnungsfaktoren benötigt, die von der gewählten Biomasse bzw. der Konversionstechnologie abhängen. Zu den biomassespezifischen Eigenschaften zählen beispielsweise

  • Wassergehalt (%) bzw. Trockensubstanz-Gehalt (%)
  • Heizwert (z.B. MJ/kgTM)
  • Brennwert (z.B. MJ/kgTM)
  • Biogasertrag (z.B. Nm³/tFM)
  • Methangehalt (Vol-% des Biogases)

Diese Eigenschaften werden durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst und weisen häufig Bandbreiten auf. So unterliegt beispielsweise der Wassergehalt von Biogut aus der braunen Tonne saisonalen und regionalen Schwankungen, da während der vegetationsreichen Zeit vor allem in ländlichen Gebieten vermehrt Gartenabfälle über die Biotonne entsorgt werden (Richter et al. 2017). Bei der Umrechnung von Rohstoffpotenzialen in Brennstoff- oder Bioenergiepotenziale ist es daher wichtig, Rahmenbedingungen und die angenommenen spezifischen Eigenschaften zu recherchieren und zu dokumentieren. Bei großen Schwankungen kann es unter Umständen sinnvoll sein, mit Bandbreiten (min./max.) zu rechnen.

Informationen zu den unterschiedlichen biomassespezifischen Eigenschaften und auch weiteren Faktoren, wie Lagerung und Bergung finden Sie den Biomasse-Datenblättern auf der DBFZ-Webseite. In den Übungen werden zum Teil Biomassen betrachtet, für die keine Datenblätter vorliegen, hier gibt es in Abhängigkeit vom Schwierigkeitsgrad Hinweise, wie Sie diese Informationen recherchieren können.